Sonntag, 21. August 2016

Die Kaffa-Sommergazette 16/3

Bereits sind wir wieder bei der letzten Sommer-Gazette angelangt. Während die Einen sich noch an Portugals Traumstränden ausruhen und in Porto Kaffee trinken, sitzen die Anderen schon wieder in Kriens im Büro und bereiten all die Verkaufsaktivitäten vor, die im Herbst anstehen, wie zum Beispiel den wunderbaren Slow Food Market in Zürich. Bei unseren ersten Leseempfehlungen streifen wir noch ein wenig in der Welt umher, bevor es wieder ins traute Heim geht und was man dort alles so braucht (oder auch nicht) für einen genüsslichen (Kaffee-)Alltag.


Andere Länder, andere Sitten gilt natürlich auch beim Kaffee. Die Geschmäcker scheiden sich oft schon an den Landesgrenzen, so hat zum Beispiel der Instantkaffee eines grossen Produzenten mit Sitz in Vevey je nach Land einen ganz anderen Geschmack. Wie gross die Unterschiede von Kontinent zu Kontinent sind zeigt uns dieser Artikel.


Und weiter geht es mit sechs innovativen Arten Kaffee zu geniessen, internationale Kaffeetrends, die vielleicht auch bei uns Furore machen. Wie immer gilt auch hier, originell ist ja nicht immer gleich gut. Uns persönlich ist der Geschmack wichtiger, aber über den lässt sich ja nicht (oder eben doch) streiten. Welchen dieser Trends würdet ihr gerne hier in der Schweiz geniessen?


Zurzeit weilen wir auf der Iberischen Halbinsel, genauer gesagt an der wunderschönen Costa Vicentina in Portugal in den Ferien. Nächste Woche fahren wir nach Porto und dann über Galicien, die nordwestlichste Ecke Spaniens, Richtung Frankreich und wieder zurück in die Schweiz. In Galicien (nicht zu verwechseln mit Galizien, einer in Südpolen und der Westukraine gelegenen Landschaft) gibt es ein Getränk, welches uns immer wieder verzaubert, die Queimada. Im obigen Rezept werden dem Trank am Schluss ein paar Kaffeebohnen zugefügt, in der uns mündlich überlieferten Variante wird dem Trank, sobald der Alkoholgehalt zu tief ist um zu brennen, ein grosser Krug frisch gebrühter Kaffee hinzugefügt. Ein wahrer Zaubertrank mit magischen Kräften.


Spätestens nächste Woche geht für fast alle in der Schweiz der meist ziemlich unmagische Arbeitsalltag wieder los. Da laufen dann auch die Kaffeemaschinen wieder auf Hochtouren, um so richtig in Schwung zu kommen. Immer mehr sollen uns kleine Helferlein, sogenannte Apps, Applikationen für das Smartphone, den Alltag erleichtern, nun gibt es sogar eine per App gesteuerte Kaffeemaschine. Was die taugt lest ihr hier, allen anderen empfehlen wir unseren Artikel zur Erinnerung, wie man am besten Kaffee mit der Mokkakanne kocht, ganz ohne App, dafür mit viel Liebe, Lust und Leidenschaft.

Und zu guter Letzt, immerhin ist dies ja eine leichte Sommergazette, eine unheimlich (!) wertvolle Information für alle, die immer wieder ohne Frühstück aus dem Haus rennen. Rettung naht in Form von Flüssignahrung. Der Superfood hört auf den appetitlichen Namen Coffiest und den hungermachenden Beitrag zum Werbefilm lest ihr auf hier auf Wired.

Wir wünschen allen einen guten Start in das neue Schuljahr, die Lehre, das Studium, den Arbeitsalltag oder die Ferien. Suchen Sie sich das aus, was Ihnen am besten gefällt. Herzliche Grüsse und bis zum nächsten Sommer, er kommt bestimmt. Nun freuen wir uns auf den Herbst!

Mittwoch, 3. August 2016

Die Kaffa-Sommergazette 16/2

Sommersonne, Strand und Meer, Herz, was begehrst du mehr?
Es glitzert der See, er ladet zum Bade, ich sitz im Büro und das find ich schade.

I scream, you scream, everybody wants Ice cream.
...


Wir geben's zu: Es ist heiss und unsere Hirnwindungen machen Ferien. So wie Sie hoffentlich auch. Ob in Schweden, Korsika oder in Rimini am Strand, am Arniseeli, in der heimischen Badi oder im Schrebergarten, geniessen Sie die Sommertage so fest Sie können. Ein bisschen Ausruhen, Siesta machen, saftige Pfirsiche essen und zwischendurch mal was spannendes Lesen, das Leben ist schön. Und die Lektüre, spannendes, informatives oder kurzweiliges aus der Welt des Kaffees, liefern wir Ihnen gleich frei Haus. Viel Genuss!


Kaffee trinken ist Eines, Kaffee aubewahren was ganz Anderes. An was denken Sie beim Wortpaar Kaffee aufbewahren, an die Bohnen oder heissen Kaffee? Die Süddeutsche Zeitung meint, der Kaffee solle besser in der Thermoskanne aufbewahrt, sprich warmgehalten werden als auf der Heizplatte. Aber wo bewahrt man die Kaffeebohnen am besten auf? Im Kühlschrank? In der Vorratsdose? In der Originalverpackung? Hier finden Sie eine überraschende Liste für die richtige Aufbewahrung von Lebensmitteln. So viel vorweg, die Originalverpackung ist besser als die Vorratsdose.


Als eifrige Leserin, als eifriger Leser unseres Blogs geniessen Sie in diesen Sommertagen sicher gerne einen Coldbrew (NeuleserInnen, die wir natürlich herzlich willkommen heissen, finden hier die entsprechende Info). Die ARD hat dem Thema eine Sendung gewidmet in der Barista Markus Badura ein paar spannende Rezepte preis gibt, zum Beispiel ... aber Nein, das sagen wir nicht. Schauen Sie selbst. Und auf Stylebook finden Sie sieben coole Rezepte für Eiskaffee der Sie noch schöner macht.


Wir haben ja unsere kleine Mokka-Kanne immer im Urlaubsgepäck. Wie man damit richtig guten Kaffee zubereitet haben wir hier beschrieben. Natürlich haben wir die Kanne anschliessend immer schön sauber geputzt. Nun lesen wir in diesem Artikel hier aber, warum man das besser bleiben lassen sollte. Unser Chef-Barista Willy Zemp rät übrigens, den Kaffee so schnell wie möglich umzuleeren, damit er keinen metallenen Geschmack annimmt.


Nun ja, es ist Sommerzeit und da erlauben wir uns, ausnahmsweise (!), ein eher leichtes Thema aufzugreifen, welches in diesem nicht allzu ernst zu nehmenden Artikel behandelt wird: So geht "schlecht Küssen". Laut einer Studie haben rund zwei Drittel aller Menschen schon einmal eine Beziehung beendet, weil ihr Partner schlecht küsste. Aber wie definieren das eigentlich Wissenschaftler: schlecht küssen? Und warum finden wir diese Information erwähnenswert? Till Raether beschreibt sieben verschiedene Kusstypen, eine davon ist die French Press, unter Kaffeeliebhabern auch als Presstempelkanne bekannt. Na, gespannt wie der French Press-Kuss geht, oder der Feinschmecker-Kuss, oder der Freches-Kätzchen-Kuss? Hier steht's? A propos Küssen: In Australien gibt es ein Café, dort können Paare statt zu zahlen sich küssen.

Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen, leichten Sommer mit vielen Sternstunden.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Die Kaffa-Sommergazette 16/1

Wie jedes Jahr servieren wir Ihnen auch diesen Sommer wieder eine leichte Sommergazette mit kleinen, frischen Häppchen aus der grossen weiten Kaffeewelt. Ob am Strand, in den Bergen, am See oder im Büro bei einer kleinen Pause, wir lassen Sie auch in der Ferienzeit nicht im Stich und haben auch heute wieder ganz spezielle Kaffeeperlen für Sie ausgesucht. Lassen Sie sich überraschen und geniessen Sie das Dolce far niente oder eine kleine Kaffeepause, am besten mit einem eisgekühlten, erfrischenden ColdBrew Tonic.

http://kaffawildkaffee.blogspot.fr/2016/06/cold-brew-kalter-kaffee-fur-heisse.html



Was kommt Ihnen zum Thema Kaffeewerbung in den Sinn, ausser George Clooney? Exotische Länder, Latino-Musik, Kaffee-Schönheiten und coole Typen, dampfende Espresso-Tassen mit wunderschöner, zentimeterdicker Crema? Wie würde ehrliche Kaffeewerbung aussehen? Roger zeigt es uns in diesem Youtube-Video




Die Einen lieben Kaffee auf die neue, nordische Art, als Filterkaffee, die Anderen bevorzugen ihn eher nach der klassischen, italienischen Variante. Aber wie trinken ItalienerInnen eigentlich den kleinen Schwarzen im heissen, sonnigen Sommer des Südens? Natürlich gibt es da den von uns so innig geliebten Affogato al Caffè, der viel mehr ist als die Summe seiner Einzelteile, eine Kugel Vanille-Glacé und ein heisser Espresso. Aber die kulinarisch versierten Italiener haben mehr als nur ein Rezept auf Lager, kennen Sie zum Beispiel den Caffè Shakerato?




Sommerzeit ist Ferienzeit und Ferienzeit ist oft Reisezeit. Ferienzeit ist aber auch Lesezeit und allen, die noch nach Ferienlektüre suchen, möchten wir diese wunderbare Buch von Richard David Precht ans Herz legen: Wer bin ich - und wenn ja, wie viele? Hinter dem etwas sperrigen Titel verbirgt sich eine wahre Schatzkiste an Denkanstössen, eine abenteuerliche Reise philosophischer Art. Meist leicht und etwas respektlos vor all den grossen Denkern führt uns Precht in kurzen Kapiteln durch drei grosse Fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? und Was darf ich hoffen?
In unserem bis vor kurzem meistgelesenen Blogbeitrag "Fair Trade, Marketing-Witz oder echte Lebenshilfe?" sind wir der Frage "Was ist gerecht?" nachgegangen. In unserem Buchtipp finden Sie ein wunderbares Kapitel zum Thema.

http://www.buchhandlung-bodmer.ch/



In dem Moment in dem wir diesen Blogbeitrag schreiben sitzen wir in Frankreich und geniessen den Sommer. Die allerbeste aller Ehefrauen hat soeben bei einer Bäuerin in Ardèche 5 Kilo Himbeeren bestellt die sie, sobald wir sie geholt haben, in unheimlich wohlschmeckende Konfitüre verwandeln wird. Sie wird löffelweise Sommer, Sonne und Ferien in die kalten, grauen Wintertage bringen. Wir haben zwar letztes Jahr schon darüber geschrieben aber vielleicht haben Sie es ja verpasst, himmlische Himbeerkonfitüre schmeckt noch himmlischer mit etwas Kaffee drin. So gut, dass sogar die berühmte 3*-Köchin Anne-Sophie Pic sie in ihr Repertoire aufgenommen hat. Und für alle, die es noch nicht gelesen haben hier nochmals das Rezept (nicht von Madame Pic aber mindestens genauso gut).

http://jnanesirine.com/confiture-framboise-cafe





Sommer hin oder her, Flecken sind ein Schreck. Meistens. Ausser Kaffeeflecken, natürlich. Besonders wenn sie so süss daherkommen wie diese kleinen Monster. Stefan Kuhnigk verwandelt mit einem Zeichenstift und viel Geschick Kaffeeflecken in wunderbare Fabelwesen die uns zumindest zum Schmunzeln bringen. Wenn Sie das nächstemal Kaffee verschütten, nicht aufregen, einfach einen Zeichenstift holen und ganz entspannt loslegen. Wir sind hin und weg von seinen Phantasiegeschöpfen.

http://www.kuhnigk.com/2012/03/the-coffeemonsters/ 

In zwei Wochen aber sind wir wieder da, mit der Kaffa-Sommergazette 16/2. Bis dahin wünschen wir Ihnen wundervolle, sonnige und genüssliche Ferientage.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Auf einen Kaffee mit ... dem Förster Urs Gsell

Was haben ein Förster, ein Kaufvertrag von 1605 aus dem aargauischen Hirschthal und Wildkaffee gemeinsam? Die Liebe zum Wald, natürlich. Für 2000 Gulden kauften die Bürger von Hirschthal 1605 den Bernern ein Stück Wald ab. Vierhundert Jahre später wurde dieses Ereignis zum Anlass eines grossen und grossartigen dreiwöchigen Wald-Festes mit über 50'000 Besucherinnen und Besuchern. Getragen von der einmaligen Atmosphäre, der positiven Stimmung und einem grossartigen Support aus der Bevölkerung entschliesst sich das OK,sich in einem Nachfolgeprojekt zu engagieren und einen Treffpunkt für Natur, Kultur und ungezwungenes Beisammensein zu schaffen, die Biberburg. Dieser in seiner Art wohl einzigartige Ort lädt zu einer kleinen Auszeit von der Hektik des Alltags ein. Perfekt also für eine Tasse Kaffee mit Urs Gsell, Förster und Präsident des Vereins.


Es gibt so Momente im Leben, da stimmt einfach alles. Genauso lief es bei dieser Idee, erzählt Urs Gsell. Eines Abends entschied sich der Verein wie nun dieses naturnahe und nachhaltige Projekt verständlich und konkret umgesetzt werden sollte: mit einem Gastrolokal in einem Bau, der der Tierwelt nachempfunden ist. Ein Kulturort eingebettet in natürlicher Umgebung. Nun musste nur noch das entsprechende Stück Land dazu gefunden werden. Keine 24 Stunden später schenkte ein lokaler Unternehmer dem Verein eine an der Suhr gelegene Parzelle im Baurecht. Nach tausenden Stunden Fronarbeit und mit tatkräftiger Unterstützung aus der Waldbaubranche des Suhrentals und der gesamten Bevölkerung konnte 2009 die Generationen verbindende Biberburg eröffnet werden. 95% der Baumaterialien stammen aus einem Umkreis von höchstens fünf Kilometern. Regionalität wird hier gelebt.


Dies gilt natürlich auch für den Gastrobereich. Der bei Gross und Klein beliebte, nur Donnerstag und Freitag-Abend geöffnete Feierabendtreff zieht Sommer wie Winter viele Familien an, die vor allem die speziellen Brötli schätzen. Regionale Produkte sind meist teurer, erklärt Urs Gsell, aber besser und wir unterstützen so das lokale Handwerk. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und verschwindet nicht irgendwo in einer Steueroase eines multinationalen Unternehmens. Zweimal pro Woche im Schnitt wird die Biberburg, die Raum für 20 - 80 Personen bietet, für Seminare und/oder Feiern gebucht und erwirtschaftet damit in etwa gleichviel wie der Donnerstags und Freitags geöffnete Gastrobetrieb. Im Sommer sitzt man gemütlich auf der Terrasse, im Winter wärmt man seine Seele im mit viel Holz ausgestatteten, heimeligen Inneren der Biberburg, am Cheminéefeuer oder der Baumstammbar.


Mit dem im Gastrobereich erwirtschafteten Gewinn werden die kulturellen Anlässe subventioniert und was danach noch übrigbleibt ging in den letzten Jahren als Unterstützung an ein weiteres Waldprojekt, den Bruno Manser-Fonds. Damit ist auch die kulturelle Linie gegeben, es geht um Natur, um Wald und um Regionales. In den letzten sieben Jahren fanden 70 verschiedene Konzerte und Vorträge statt, die alle immer gut besucht sind. Woher kommt dieser Erfolg wollten wir wissen. Urs Gsell erklärt ihn damit, dass sie nicht nur einen Ort erschaffen haben zum Loslassen, der gefüllt ist mit guter Energie sondern auch, dass die Vorträge und Filme immer positiver Natur sind, lösungsorientiert. In diesen sieben Jahren hätten sie sich einen guten Ruf erarbeitet, das sei nicht einfach, weil man mit dem Thema Natur schnell ins Spannungsfeld von Wissenschaft und Esoterik gerät. Es sei aber immer spannend, weil Themen wie der Wald als Kraftort oder durch Wurzelgeflecht kommunizierende Bäume vor einigen Jahren noch als Spinnertum abgetan, in der Zwischenzeit aber wissenschaftlich nachgewiesen werden konnten. Bei den Konzerten gäbe es viele gute regionale Bands die immer wieder mal gerne kommen, sei es Country, Blues oder Jazz und auch eine Stubete gibt es einmal pro Jahr.



Wir erben die Erde nicht von unseren Ahnen -
sondern borgen sie von unseren Kindern.

Antoine de Saint-Exupéry



Nach diesem Motto richtet sich das ganze Engagement des Vereins. Das Bewusstsein soll gefördert werden, dass die Natur uns viel positive Energie gibt und wir ihr Sorge tragen müssen. Das Ökosystem Wald spielt dabei eine tragende Rolle und hat uns noch lange nicht all seine Geheimnisse preisgegeben. Diese immer wieder aufs Neue zu entdecken, lädt die Biberburg auf entspannte Art ein. Wir wollten von Präsidenten wissen, woher er nach sieben Jahren immer noch die Motivation hole, dieses doch ziemlich aufwendige Ehrenamt weiter zu bekleiden. Zum einen, meint er vergnügt, sind dies die immer wieder spannenden Begegnungen in der Biberburg und die Wertschätzung die der Verein in der Region erhält, zum anderen auch der Wunsch, den Verein etwas zu verjüngen, das könne aber nicht mit dem Brecheisen geschehen sondern müsse organisch wachsen. Dazu braucht es Zeit. Was er denn noch für Ziele habe, ist unsere abschliessende Frage. Etwas am Leben zu erhalten sei einiges schwieriger findet Gsell, als etwas aufzubauen, steigt in seinen Geländewagen und fährt zur Arbeit. Die Zeit, die man zwischen Bäumen verbringt ist nie verlorene Zeit ...


Die Biberburg heisst sie jeweils

Donnerstags von 17 - 24 Uhr und
Freitags von 16 - 01 Uhr herzlich willkommen

Sie befindet sich unweit der Autobahnausfahrt Aarau West und ist auch mit den ÖV gut erreichbar.
Achtung, vom 21. Juli bis 6. August machen die Biber Ferien.

Freitag, 24. Juni 2016

Hurra - die Zero Waste-Kaffeekapsel ist da !

Oft versprochen, nie gehalten, kompostierbare Kaffeekapseln sind genauso Traum wie der Schaum auf einem schlechten Cappuccino. Aber mit irgendetwas müssen die Kunden ja bei der Stange gehalten werden, besonders die mit dem schlechten Gewissen. Wie schlimm steht es wirklich um Kapselkaffee, was gibt es an Lösungen und was ist die Zero Waste-Kapsel, diesen drei Fragen gehen wir heute etwas genauer auf den Grund.


Das Problem ist bekannt. Kaffeekapseln, insbesondere die aus Aluminium, sind eine Belastung für die Umwelt. Die Quellen sind sich einig, dieses Jahr werden es allein in Deutschland rund 4 Milliarden Kaffeekapseln sein, die in den Müll wandern was einem Müllberg von 4'000 Tonnen entspricht (ohne Verpackung). Brigit Beck vom österreichischen Verein für Konsumenteninformation sieht vor allem bei Aluminium einige Probleme: "Das Material wird in Ländern hergestellt, wo die Arbeitsbedingungen und die Einflüsse auf die Umwelt nicht ausreichend kontrolliert werden. Bei der Produktion entstehen hochgiftige Substanzen." Die Produktion von Aluminium ist ausserdem äusserst energieintensiv und für den Abbau der Rohstoffe wird häufig Regenwald zerstört. Zuverlässige Zahlen zum angebotenen Kapselrecycling fehlen, unsere Beobachtungen zeigen aber, dass die meisten im Müll landen, genauso wie die aus Plastik.


Das Problem ist erkannt. Viele Hersteller bemühen sich deshalb um Lösungen. Die Idee einer kompostierbaren Kaffeekapsel ist naheliegend, insbesondere seit dem Biokunststoffe vermehrt in alltagstauglichen Produkten auftauchen. Einige Hersteller sind da bereits ziemlich vollmundig unterwegs und behaupten, ihre Kapseln seien biologisch abbaubar und somit auch kompostierbar. Schaut man aber genauer hin, löst sich der Schaum in nichts auf, denn bei den meisten Produzenten ist lediglich das Kapselmaterial an und für sich kompostierbar, nicht aber die ziemlich druckfest und massiv gebaute Kapsel. Es ist heute durchaus möglich ein Qualitäts- oder Umweltzertifikat für eine Schwimmweste aus Blei zu erhalten, das sagt aber nichts über ihre Schwimmfähigkeit aus. Genaus das Gleiche ist mit den Kaffeekapseln der Fall, so lange nicht die Kapsel als Ganzes als kompostierbar zertifiziert ist, nützt jedes Siegel herzlich wenig. Da wird der Konsument ein bisschen an der Nase herumgeführt.


Hurra - die Zero Waste-Kapsel ist da, exklusiv nur bei Kaffa Wildkaffee! Wir haben sie, die als Ganzes zertifizierte, komplett aluminiumfreie, aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellte und kompostierbare Kaffeekapsel. Wir freuen uns enorm, nun auch endlich für die Kapseln eine Lösung gefunden zu haben, die unseren Ansprüchen nach Nachhaltigkeit gerecht wird. Mit dieser Kapsel schliesst sich der Kreislauf und wir können beruhigt der Mutter Erde zurückgeben, was sie uns geschenkt hat. Kleines, aber nicht unwichtiges Detail, die meisten als kompostierbar deklarierten Kapseln haben als Aromaschutz unter dem Filterpapier eine aluminiumbedampfte Membrane (Ethical Coffee Company, zum Beispiel). Nicht so bei uns, wir haben auf eine etwas aufwändigere, dafür alufreie Lösung gesetzt und bieten so eine Kapsel an, welche komplett frei von genmanipulierten Organismen ist , ohne Thermoplast (PvdC) und ohne Bisphenol A auskommt, alles Stoffe die vom gesundheitlichen Aspekt her nicht ganz unumstritten sind. Und, unsere Kapseln tragen als einzige das Siegel "OK compost" der Prüfstelle Vinçotte, d.h. mehr als 90% des Materials ist unter industriellen Bedingungen in 12 Wochen in CO2 und Wasser umgewandelt. Im gut geführten Hauskompost kann man die Kapseln gemäss unseren ersten Erfahrungen ebenfalls kompostieren, es dauert jedoch etwas länger und wir empfehlen, die Kapseln etwas zu zerkleinern und etwas Erde und allenfalls Kompostbeschleuniger einzusetzen. Über unsere weiteren praktischen Erfahrungen werden wir Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Unsere Kaffa Wildkaffee-Kapsel im Kompostiertest
Nun gibt es allerdings einen kleinen Wermutstropfen. Noch! Viele industrielle Kompostieranlagen sortieren Kaffeekapseln au, da sie nicht wirklich oder nur ungenügend kompostierbar sind/waren und führen sie dem Restmüll zu. Mit dem vermehrten Einsatz von neuen und weiter verbesserten Biokunststoffen (wie auch jener unserer Kapseln) steigt aber der Druck diese Anwendungspraxis zu überdenken. Nun sind die Behörden, bzw. die Kompostieranlagenbetreiber am Ball. Fragen Sie doch einfach mal bei Ihrer lokalen Entsorgungsstelle nach und zeigen Sie ihnen unsere Packung. Vielleicht hilft das schon beim Umdenken.

Wir ruhen uns nicht auf unseren Lorbeeren aus und auch wir bleiben am Ball. So haben wir zum Beispiel gerade die Aluminiumbeutel unserer E.S.E.-Pads durch einen alufreien Papierbeutel mit Aroma-Sperrschicht ersetzt. Ein weiterer, wichtiger Schritt bei unserem Engagement für den Schutz der Natur. Es gibt noch einiges zu tun... Und allen Kritikern die meinen, noch besser wäre es, gar keine Kapseln zu benutzen sagen wir: Stimmt! Aber ... es gibt durchaus gute Gründe, die für die Kapsel sprechen. Die neuen Kapseln werden im Verlaufe des Sommers in den Handel kommen. Zuerst müssen die alten Kapseln noch ausverkauft werden, wir wollen diese ja nicht einfach wegschmeissen, oder?

Donnerstag, 9. Juni 2016

Cold Brew - kalter Kaffee für heisse Sommertage?

Kalter Kaffee ist wie Schnee von gestern, nicht sehr spannend. Dafür mache er wenigstens schön, sagt man. Nun kommt der kalte Kaffee im neuen Gewand daher, natürlich mit englischem Namen. Cold Brew wird uns seit zwei, drei Jahres immer wieder als DAS Sommergetränk angepriesen, erfrischend, voller Energie, kombinierbar ohne Ende, kalorienarm und durstlöschend. Aber hält er, was er verspricht und vor allem: schmeckt kalter Kaffee? Wir wollten es wissen und haben folgendes dabei herausgefunden.

© http://housefour.com/why-cold-brew-is-the-hot-new-coffee/
Kalter Kaffee ist nichts Neues. Was bei uns ganz langsam immer mehr Anhänger findet ist in anderen Ländern Tradition. Für den kalten Kaffee in Thailand und Vietnam wird heissgebrühter Kaffee eisgekühlt. In Indien wird Instantpulver kalt angerührt. Echter kalter Kaffee kommt aber aus Japan und ist dort als Kyoto-style Coffee schon seit fünf Jahrhunderten bekannt (Historiker vermuten, dass die Holländer diese Methode auf ihren Handelsschiffen erfunden und sie so nach Japan gebracht haben). Wie vieles in Japan wurde auch die Zubereitung des mit kaltem Wasser "gebrühten" Kaffees aufs Wesentliche reduziert, zenmässig stilisiert und mit der Drip-Methode fast zur Kunstform erhoben. Für den Hausgebrauch geht es aber auch ganz einfach. Nämlich mit einer einfachen Stempelkanne oder mit unserer praktischen, aus Japan stammenden Hario Filter-in Coffee Bottle.

Orange Goat - da hat der Rote Bulle keinen Stich

Kalter Kaffee ist also keine Hexerei. Kaffeepulver in das Sieb, das Sieb in die Flasche hängen, mit kaltem Wasser aufgiessen, einmal gut schütteln und für mindestens acht Stunden ab in den Kühlschrank. Fertig ist die Basis, der Sommer kann kommen. Und mit ihm 1001 Möglichkeiten den Cold Brew zu geniessen. Ein paar Ideen haben wir Ihnen bereits letztes Jahr an dieser Stelle und auch hier verraten, wobei es uns der O'Goat ganz speziell angetan hat, vielleicht erinnern Sie sich. In der Zwischenzeit ist der Coffeologe Willy Zemp zu uns gestossen, ein leidenschaftlicher Genussmensch, Hobbykoch und Feinschmecker. Er hat uns seine Klassiker verraten die da wären:
  • kalter Cappuccino - Milch kalt schäumen, Cold Brew hinein, evtl. mit Vanillesirup süssen.
  • Cold Brew mit Orangensaft - Cold Brew, Orangensaft und eine Kugel Limetteneis shaken.
  • Cold Brew mit Martini Rossi - Cold Brew, Martini Rossi und Puderzucker mit Eiswürfel kräftig shaken.
  • Cold Brew Appenzeler - Cold Brew, Tonic Water und Appenzeller mischen
  • Cold Brew mit Tomatensaft - doch, doch! Cold Brew, Tomatensaft, Tabasco und Vodka
  • Cold Brew mit Lillet - Cold Brew, Lillet und Tonic Water
und, als neuste Kreation
  • Cold Brew WZ - Cold Brew mit etwas Piment, Chilli, exotischem Pfeffer, Kardamom und etwas Rohrzucker ansetzen und 24h ziehen lassen. Danach Cold Brew mit Tonic Water und Gin mischen, in eine Weinflasche abfüllen und im Weissweinglas als kühler, spritziger Apero servieren.
Als Tonic empfehlen wir übrigens das Gents Swiss Root Tonic Water.


Kalter Kaffee ist grenzenlos wie Sie sehen, genau so wie Ihre Phantasie. Probieren Sie ihn doch auch einmal mit Mandelmilch oder mit Amaretto oder mit Kastanienhonig oder als Mint Mojito oder als minziges Choco-ColdBrew-Glacé am Stängel oder ....
Aber, um Himmels Willen, kaufen Sie keinen fertigen ColdBrew, auch wenn die kleinen Fläschchen hübsch aussehen, und schon gar nicht in diesen internationalen Kaffeehausketten. Kaffee wächst auf Bäumen, Geld nicht. Machen Sie ihn selbst, es geht so einfach. Wir zeigen Ihnen auch gerne wie's geht und verraten Ihnen Tipps&Tricks, zum Beispiel in unserem AfterWorkshop ColdBrew am 24. Juni bei uns in Kriens. Und wenn Sie nachher immer noch Inspiration suchen - oder wenn Sie nicht nach Kriens kommen können - haben wir für Sie extra eine Pinnwand zum Thema ColdBrew auf Pinterest angelegt.

Nun also, nichts wie los, die Hario Filter-in Coffee Bottle bestellen (am besten gleich zwei, denn wenn es richtig heisser Sommer ist haben Sie so immer einen Cold Brew bereit während dem der andere am "brühen" ist). Wir spendieren Ihnen bis Ende Juni ein Paket Kaffa Wildkaffee Medium dazu.

Donnerstag, 26. Mai 2016

Bioläden die man kennen muss N° 1

In unserer lockeren Serie "Bioläden die man kennen muss" stellen wir Ihnen heute vier Läden vor die wir am Dienstag besucht haben. Unsere Eindrücke sind also noch genauso taufrisch, wie das knackige Gemüsesortiment, welches überall feil geboten wurde. Drei der Läden befinden sich östlich, der Vierte westlich von Spreitenbach. Jeder dieser Läden hat sein Konzept, seine Spezialität, seinen ganz eigenen Charme, welcher sich mit der Zeit entwickelt hat. Allen gemeinsam aber ist die hohe Beratungskompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn Menschen die in einem Bioladen einkaufen sind meist achtsame Konsumenten die kritisch, aber auch neugierig sind.




Den Anfang macht der bioladen in Zürich-Altstetten der am letzten Wochenende das Eröffnungsfest für den erfolgreichen Umbau feiern konnte. Wo früher eine Goldschmiedin arbeitete findet man heute Weine, biologischen Gin aus London, Ölsardinen und viele weitere Spezialitäten aus fernen Ländern. Und eine wunderbare Salat- und Sandwich-Bar. Die Rezepte werden zusammen mit einer Ernährungsberaterin erarbeitet und vier- bis fünfmal pro Jahr dem saisonalen und regionalen Angebot angepasst. So ist ein Salat hier nicht einfach eine Vorspeise, sondern so komponiert, dass er eine vollwertige Mahlzeit darstellt erklärt uns Marie-Anne, die charmante Mitarbeiterin mit Walliser Dialekt. Ebenfalls speziell zu erwähnen ist die unheimlich gut bestückte Käsetheke, ein wahres Schlaraffenland für Käseliebhaber deren Qualität weit über Zürich-Altstetten hinaus bekannt ist. Wo immer möglich bezieht der bioladen seine Produkte direkt von den Produzenten. So kommt viel Gemüse vom 12 km entfernten Demeterhof der Familie Gündel in Oberwil-Lieli, Früchte vom Hochstamm-Produzenten Hans Brunner in Steinmaur und das Fleisch von der nach KAGfreiland-Kriterien arbeitenden Metzgerei Karl Abegg in Langnau am Albis. Gefallen hat uns auch die warme Wandfarbe und die wunderschönen Pfingstrosen.






Vor fünf Jahren gewann der Öpfelbaum in Uster die Auszeichnung als bestes Schweizer Biofachgeschäft. Wir waren gespannt wie es heute in diesem Laden aussieht. Was unsere Augen sofort als erstes registrierten waren die vielen Äpfel die überall aus den Regalen "fielen". "us de Region vom Öpfelbaum" steht drumherum. Das sind alles Produkte die aus einem Umkreis von maximal 20 Kilometer des Ladens stammen. Das ist eine ganz beachtliche Anzahl und sogar Kosmetik findet man darunter. Auf einem Flyer sind alle Produzenten aufgeführt. Ein schöneres Beispiel für gelebte Traçabilité (Nachverfolgbarkeit) gibt es wohl kaum. Dabei nimmt man nicht einfach was die Region hergibt, oft wird eine aktive Kooperation gesucht, zum Beispiel um ganz spezielle Gemüsesorten in Bioqualität oder Pflegeprodukte in Exklusivität anbieten zu können. Dank diesem Mehrwert kann sich der Öpfelbaum seit 28 Jahren in einem anspruchsvollen Umfeld behaupten. Transparenz und Regionalität sind das Eine, ohne nachhaltiges und faires Wirtschaften gäbe es heute keinen ausgewachsenen, stattlichen Öpfelbaum. Ein wunderschönes Symbol für einen Bioladen, finden wir.






Wie viele Bioläden ist auch der Rägeboge in Winterthur in den 80er-Jahren als Genossenschaft entstanden. In dieser Zeit hat er sich vom kleinen Biolädeli zum grössten Biofachgeschäft der Schweiz entwickelt. Der Rägeboge besteht sozusagen aus drei Farben: im Erdgeschoss der klassische Bio.Markt mit einem äusserst reichhaltigen Angebot an Backwaren, Früchten, Gemüsen, Fleisch und Fisch, Milch, Käse, Wein, Honig und 1001 andere Lebensmittel, um Körper und Geist zu verwöhnen. Gleich nebenan befindet sich das Bio.Bistro mit einer feinen Auswahl an täglich frisch zubereiteter Biokost, vom Sandwich über Suppe zu Pasta und Tagesteller findet hier jede und jeder was, um den kleinen oder grossen Hunger zu stillen, auch zum Mitnehmen. Im Untergeschoss dann die grosszügige Natur.Drogerie in der fachkundige Beratung GROSS geschrieben wird. Wir befragten den Geschäftsleiter Marcel Butty nach den zukünftigen Trends und er meinte, dass vegane Produkte und sogenannter Superfood (das sind Lebensmittel die mehr können als "normale") und regionale Produkte mit transparenter Herkunft ganz sicher noch vermehrt gewünscht werden. Aber auch dazu gehöre eine gute Beratung und genau da liege eine der vielen Stärken der Bioläden. Wir finden, hier im "Haus des Lebens" wurde das Konzept von "alles unter einem Dach" wunderbar grosszügig umgesetzt.





Zu guter Letzt fahren wir nach Bern in das Länggass-Quartier. Dort gibt es nämlich einen wunderbar kleinen, gemütlichen Quartier-Bioladen, den Hallerladen. Der heute noch von der Produzenten-Konsumenten-Genossenschaft Bern getragene Laden hat sich vom idelogisch betriebenen Kleinstladen auf 27 Quadratmeter zu einem professionell geführten, Lehrlinge ausbildenden Lebensmittel-Fachgeschäft mit 125 Quadratmeter Ladenfläche gemausert in dem man so ziemlich alles für den täglichen Bedarf findet. Es ist zwar ein bisschen eng hier aber hier kurvt man höchstens mit dem Einrad herum und genau das macht den Charme dieses Ladens aus. Und es ist auch sehr persönlich hier, man kennt sich. Wie auch bei den drei obgenannten Läden stammen viele Produkte aus der Region, viele der Produzenten sind Genossenschafter. Auf der Website werden diese in kurzen, gluschtigen Portraits präsentiert. Wir finden, in diesem Laden spürt man noch den Pioniergeist der Gründerzeit, er hat etwas Währschaftes. Man ist sozusagen auf Du und Du mit dem Maraîcher, mit dem Imker, dem Käser und dem Bäcker und hat fast das Bedürnis die Ärmel hoch zu krempeln und mit anzupacken.

All diesen Läden gemeinsam ist eine lange Geschichte und damit viel Erfahrung. Dazu kommt einiges an Herzblut, denn der Einsatz für eine regionale, die Natur und damit auch den Menschen achtende Agrikultur (die Produktion von Lebens-Mittel dürfte unseres Erachtens nicht nur aus einer rein ökonomischen Perspektive betrachtet werden. Deshalb sagen wir gerne Agri-Kultur anstelle von Land-Wirtschaft) wird in Zeiten industriellen Supermarktbios immer härter. Dazu braucht es Kunden die nicht nur den Preis ihrer Lebens-Mittel kennen sondern auch deren Wert und die bereit sind, entsprechende Prioritäten im gegebenen Haushaltsbudget zu setzen. Wir finden, Ihnen allen, Kunden, Produzenten und Ladenbetreibern gehört an dieser Stelle ein grosses Dankeschön für das tägliche Engagement.

Last, but not least, haben diese vier Läden natürlich noch mindestens einen weiteren Pluspunkt gemeinsam: Man findet dort unseren Kaffa Wildkaffee, natürlich. Im Öpfelbaum und im Bioladen Zürich-Altstetten sogar als Kaffa to go.